Hier will ich Euch nun einige Katzenkrankheiten vorstellen.......

 

 Fip  (Bauchwassersucht)

Was ist FIP?
FIP ist die Abkürzung für "Feline Infektiöse Peritonitis"(ansteckende Bauchfellentzündung). Diese Krankheit wird durch ein Coronavirus übertragen. Katzen sind sehr anfällig auf dieses Virus, selbst vom Schwein (TGEV) und vom Kaninchen (CCV) können Sie von Viren angesteckt werden. Diese Krankheit hat nichts mit Aids (HIV), das von einem Retrovirus übertragen wird, gemeinsam. Der Virus der SARS ist auch ein Coronavirus!!!

Was weiß man über diese Krankheit?
Schon recht viel. Trotzdem ist sie ein Thema bemerkenswerter Kontroversen und Verwirrung. Dies hat damit zu tun, daß die Krankheit in Ihrem Verlauf sehr unterschiedliche Erscheinungsbilder zeigen und überdies von Fall zu Fall variieren kann.

Wie zeigt sich die Krankheit?
Man unterscheidet bei dieser Krankheit zwei Verläufe; den nassen und den trockenen. Häufig ist die nasse Form, bei der der Krankheitsverlauf beschleunigt ist. Typisch ist dabei die Zunahme des Bauchumfanges. Die trockene Form kommt immer öfter vor. Dabei werden nur minimale Flüssigkeitsmengen gebildet. Der Krankheitsverlauf ist sehr verzögert, was eine Diagnose ebenfalls erschwert. Ferner leiden die Katzen bei beiden Formen unter schwankendem Fieber, das nicht auf Antibiotika anspricht. Sie werden lethargisch,d.h.antriebslos, liegen oft herum und schlafen viel. Später kommen Anorexie (Magersucht) und Gewichtsverlust dazu.

Besteht ein Ansteckungsrisiko für meine Katze?
Falls ihre Katze Freilauf hat und regelmäßig Kontakt mit anderen Artgenossen hat,ja! Die kleinsten Risikogruppen sind reine Wohnungskatzen in Einzelhaltung.Aber auch diese Katzen können am FIP-Virus erkranken.Bei beiden Geschlechtern ist die Krankheit gleich häufig anzutreffen. Allerdings scheint FIP altersabhängig zu sein. Die meisten kranken Katzen finden sich im Alter zwischen 6-12 Monaten. Dann flaut die Häufigkeit ab, hat Ihren Tiefpunkt bei Katzen etwas über 5 Jahren und nimmt dann bei Katzen über 13 Jahren wieder zu. Die Forschungen sind auf diesem Gebiet noch lange nicht abgeschlossen. Wahrscheinlich sind junge Katzen anfälliger, da ihr Immunsystem noch nicht stark genug ist. Bei alten Katzen lassen die Abwehrkräfte gegen eine Erkrankung nach.

Wie wird die Krankheit übertragen?
In den Ausscheidungen und Sekreten der Katzen befinden sich die Viren. Selbst wenn die Krankheit bei der betreffenden Katze noch nicht ausgebrochen ist, kann sie ansteckend sein. Die Viren überleben bei Raumtemperatur in trockener Umgebung zwei Monate, bei idealen Bedingungen (feuchtwarm) sogar mehrere Monate. Schon 24 Stunden nach einer Ansteckung tritt das Virus in den Tonsillen (Mandeln) und im Dünndarm auf. Im späteren Verlauf der Krankheit breitet es sich auf alle Organe aus. Wohl bildet die Katze im Blut Antikörper, aber paradoxerweise besiegt sie damit nicht die Krankheit. Die Antikörper schützen sie nicht vor dem Tod - im Gegenteil!!! Nur solche Katzen sterben an FIP, die im Blut schon Antikörper gebildet haben.

Gibt es einen Test?
Es gibt zwar Test´s, in denen Antikörper im Blut nachgewiesen werden können. Aber es kann dabei nicht unterschieden werden, gegen welche Krankheit die Katze Antikörper gebildet hat. Auf keinen Fall sollte man die Katze nur auf Grund eines Bluttestes einschläfern lassen, wenn Sie sonst fieberfrei und wohlauf ist.

Was hilft der Katze gegen die Krankheit?
Ein möglichst starkes Abwehrsystem. Katzen mit einem sehr erfolgreichem Immunsystem entwickeln die Krankheit nicht aktiv. Das heißt also, das die Krankheit bei Ihnen nicht ausbricht. Trotzdem können sie Träger der Krankheit sein. Obwohl experimentell noch nicht bewiesen, wird vermutet, das die Trägerkatzen von Zeit zu Zeit infektiöse Viren ausstoßen. Somit können Sie für andere Katzen eine Ansteckungsquelle darstellen.

Wo tritt die Krankheit am häufigsten auf?
Am stärksten betroffen sind Katzen aus Katzenheimen und Zuchten, also immer dort, wo viele Katzen auf kleinem Raum zusammen leben. Durch strenge Hygienevorschriften kann man die Krankheit eindämmen, aber nicht ganz ausschliessen. Die Möglichkeit, daß sich in den Ausscheidungen der vielen Katzen FIP-Viren befinden, ist viel größer als in einem Haushalt mit wenigen Katzen. Und die Jungtiere sind von klein auf diesen Viren ausgesetzt und können sich infizieren. Weitere Risikofaktoren sind Stress, Überpopulation, Parasiten und sogenannte "Konkurrenz-Krankheiten", speziell solche, die das Immunsystem schwächen und die Katze anfällig auf FIP-Viren machen. Es gibt daher insofern einen Zusammenhang zwischen der Leukämie (FelV) und FIP, als an Leukämie erkrankte Katzen nicht mehr genügend Abwehrkräfte haben, um FIP erfolgreich abzuwehren. Eine neuere Untersuchung zeigt aber, daß in FIP-verseuchten Katzenpopulationen die Leukämie nicht häufiger auftritt.

Kann man FIP heilen?
Im Moment sind leider keine erfolgreichen Behandlungsmöglichkeiten vorhanden. Man kann den Krankheitsverlauf jedoch mit Medikamenten verzögern. Aber damit verlängert man nur die Leidenszeit der Katze. Die Krankheit verläuft also immer über kurze oder lange Zeit tödlich. Und die Viren, die von der erkrankten Katze ausgeschieden wurden, bleiben noch monatelang in der Umgebung haften.

Was bedeutet das für den Katzenhalter, dessen Katze an FIP gestorben ist?
Man muss die Wohnung mindestens 2 Monate "katzenfrei" halten. Auch sollte man alles, was wegwerfbar ist, entsorgen. Dies betrifft insbesondere Fress- und Trinknäpfe, Katzentoilette und Katzenbettchen, falls vorhanden. Wenn man etwas nicht wegwerfen will oder kann, sollte man es möglichst heiß mit Seife waschen und desinfizieren. Im Fachgeschäft erhalten sie Desinfektionsmittel.

Kann man gegen FIP etwas vorbeugend tun?
Ob es eine sichere Schutzimpfung gegen den FIP-Virus gibt, ist nach wie vor umstritten. Am ehesten kann man gesunde Katzen vor einer Ansteckung bewahren. Der Impfstoff Primucell FIP hat sich am besten bewährt. Katzen unter 16 Wochen können noch nicht wirksam geimpft werden, da ihr Immunsystem noch nicht genügend ausgebildet ist.


Katzen-Aids

Was ist FIV?
Der Feline Immunodeficiency Virus (FIV) gehört zur Klasse Retroviren wie der Feline Leukämie Virus (FeLV), aber mit einem wesentlichen Unterschied: FeLV gehört zur Unterfamilie der Oncornaviren, FIV zu den Lentiviren, zusammen mit den Erregern der progressiven Pneumonie der Schafe, der ansteckenden Pneumonie der Pferde, der Gelenk- und Gehirnentzündung der Ziegen und des AIDS beim Menschen.
FIV und FeLV können ähnliche Krankheitsbilder hervorrufen, sind aber sonst sehr verschieden, schon im Aussehen. FIV ist länglich, FeLV fast rund. Auch genetisch sind sie recht unterschiedlich, und ihr Struktureiweiss unterscheidet sich in Grösse und Zusammensetzung. Das erklärt das Fehlen von Kreuz-Immunität. FeLV-Antikörper können nicht an FIV andocken, FIV-Antikörper nicht an FeLV.

Vorkommen
FIV kommt international, aber mit unterschiedlicher Häufigkeit vor. In den USA zeigen 1,5-3% der gesunden aber bis 15% der kranken Katzen positive FIV-Titer. Wildlebende Kampfkater sind am häufigsten positiv, reine Hauskatzen am seltensten.

Ansteckung
Im Vordergrund steht die Übertragung durch Bissverletzungen. Aber auch andere, friedliche, Sozialkontakte unter Katzen können in Ausnahmefällen zur Infektion führen. Die Ansteckung der Welpen durch die Mutter kann schon intrauterin, während der Geburt oder durch die Muttermilch erfolgen.
Die Ansteckung beim friedlichen Zusammenleben mehrerer Katzen scheint eher selten zu sein. Ideal ist sicher eine Abgabe oder Isolation der Virusträger. Findest das nicht statt, ist das Risiko der Ansteckung trotzdem gering, immer vorausgesetzt, es finden keinerlei Beissereien statt.
Ausserhalb der Katze ist der Virus recht instabil und kann unter normalen Bedingungen nur wenige Stunden überleben. Eine Wartezeit nach dem Ableben einer FIV-Katze bis zur Neubesetzung ist deshalb eigentlich unnötig. Andererseits haben FIV-Katzen in der Regel noch weitere Infektionen. Näpfe, WCs, Spielzeug und Käfige sind deshalb zu entsorgen oder mit HIV-wirksamem Desinfektionsmittel zu behandeln. Irgendeinwas aus der Fernsehwerbung oder das Antikmittel "Sagrotan" sind hier nicht ausreichend.
Bringen Sie nur wirksam geimpfte Neukatzen in das Haus. Gehen Sie hier kein Risiko ein. Die mündliche Bemerkung irgendeiner Tierheimmitarbeiterin "Ist geimpft" sagt garnichts. Wir beraten Sie gern.

4) Verlauf
Mit dem Blut gelangt der Virus zum nächsten Regional-Lymphknoten, wo er sich in den T-Lymphozyten vermehrt. Dann breitet er sich über das gesamte Lymphsystem aus, d.h. alle Lymphknoten vergrössern sich. Dieses Stadium wird vom Besitzer meist nicht bemerkt. Tage bis Wochen später kann die Katze Fieber und einen Abfall der weissen Blutzellen (Leukopenie) entwickeln. Diese Leukopenie wird vor allem durch einen Abfall der Neutrophilen, der Abwehrzellen gegen Bakterien, und der T-Helferzellen, die eine Schlüsselposition im gesamten Abwehrsystem einnehmen, bewirkt. Später kann auch Anämie, ein Abfall der Roten Blutzellen entstehen.
Infizierte Katzen können jahrelang unauffällig bleiben. Schliesslich beginnt eine Immuninsuffizienz und die Abwehrkräfte nehmen ab. Bakterien, Viren und Protozoen, die in der Umwelt jeder Katze vorkommen und gesunde Tiere nicht befallen, führen beim FIV-Patienten zu schwersten Erkrankungen. Diese Sekundärinfektionen sind verantwortlich für die meisten Symptome, die wir mit einer FIV-Infektion verbinden und sie sind die häufigste Todesursache FIV-positiver Katzen.

Symptome
Klinische Zeichen des Immuninsuffizienz-Syndroms können sich an jedem Organ zeigen. Oft sehen wir schlechtes Fell, Dauerfieber und Appetitverlust. Bei der Hälfte der Patienten findet man Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und Maulhöhlenentzündung (Stomatitis). Häufig sind auch chronische oder wiederkehrende Entzündungen von Haut, Blase und oberen Atmungsorganen. Seltener sind Dauerdurchfall und Entzündungen des Auges. Ständige Gewichtsabnahme ist häufig.
FIV-Katzen neigen zu bestimmten Tumorarten wie Lymphomen. Aborte und andere Fortpflanzungsstörungen wurden berichtet. Einige Katzen entwickeln Krämpfe, Geistesschwäche oder andere Neuropathien. Manche Patienten zeigen periodisch wiederkehrende Phasen relativen Wohlbefindens. In diesen Fällen folgt das Blutbild dem klinischen Auf und Ab, mit deutlicher Tendenz zur Verschlechterung.

Diagnose
Die Diagnose wird nach Vorbericht, Symptomatik und vor allem FIV-Antikörpertest gestellt. Ein positives Testergebnis besagt, dass die Katze infiziert ist, vermutlich lebenslang bleiben wird, und damit eine Gefahr für andere Katzen darstellt.
Da auch falschpositive Testergegnisse vorkommen, kann man zur Sicherheit eine Kontrolluntersuchung nach einer anderen Methode vornehmen. Bei unklarem Laborergebnis bringt eine Kontrolle nach 8-12 Wochen meist Aufschluss.
Welpen FIV-kranker Mütter können in den ersten 12-16 Wochen testpositiv sein ohne den Virus selbst zu tragen. In diesem Fall spricht der Test nur auf maternale Antikörper an. Deshalb sind positive Welpen unbedingt mit 6-8 Monaten nachzutesten, um eine eindeutige Aussage zu erhalten.
Negatives Testergebnis bedeutet, es wurden keine Antikörper nachgewiesen. In den meisten Fällen heisst das FIV-frei. Da zwischen Ansteckung und Bildung von Antikörpern aber 8-12 Wochen liegen, kann eine Blutentnahme theorethisch in diese Phase fallen und eine gesunde Katze vorspiegeln. Bei begründetem Verdacht also Nachkontrolle 12 Wochen nach letztmöglichem Kontakt mit Virusträgern. Eine Katze im Endstadium ihrer FIV-Erkrankung kann wieder testnegativ werden, wenn das Abwehrsystem erschöpft ist.

Prognose
Die individuelle Lebenserwartung einer FIV-Katze lässt sich natürlich nicht konkret vorauszusagen. Unter Idealbedingungen können die Patienten noch Jahre bei guter Lebensqualität vor sich haben.
Hatte der Patient hingegen schon mehrere schwere Sekundärinfektionen oder besteht Dauerfieber und Gewichtsverlust, muss man mit schnellerem Verlauf rechnen.
In den USA wird analog zur HIV-Diagnostik das Verhältnis der CD4- zu CD8-Lymphozyten zur Einschätzung der Schwere der Erkrankung herangezogen. Je niedriger dieser Wert, je schlechter die Prognose. Deutscherseits hält man diesen Test für nicht aussagefähig.

Therapie
Leider gibt es kein Medikament, das den Virus direkt angreift.
Die wichtigste Massnahme ist deshalb der Schutz vor möglichen Sekundärinfektionen. Einzelhaltung ohne Auslauf ist zwingend nötig, schon um die Ansteckung gesunder Katzen zu verhindern. Sekundärinfektionen können bis zu einem gewissen Punkt mit Antibiotika und Antimykotika unterdrückt werden. Ist durch Entzündung der Maulhöhle die Nahrungsaufnahme gefährdet, können Kortisone indiziert sein. Anabolika uund energiereiche Nährpasten können dem Abmagern gegensteuern. Medikamentöse Anregung des Immunsystems ist oft nicht erfolgreich. Ein Versuch sollte jedoch unternommen werden.

Prophylaxe
Es gibt, wie beim verwandten HIV, keine Impfmöglichkeit. Der einzige Schutz wäre die absolute Isolation. Nur im Haus gehaltene Tiere sind kaum gefährdet. Mehrkatzenhaushalte, Heime etc sollten alle Insassen testen. Positive abgeben oder isolieren. Nachkontrolle der negativen nach 12 Wochen. Danach Testen aller Neuzugänge, 12 Wochen Quarantäne und nachtesten. Positive Tiere sind in Einzel-/Haushaltung abgeben oder in konsequenter Quarantäne halten. Jede Schlamperei kann hier tödliche Konsequenzen haben.
Da kaum ein Tierheim Zeit und Geld für die erforderlichen Massnahmen aufwendet und durch Feriengäste und Findlinge eine ständige Fluktuation herrscht, sind diese Institutionen wesentlich an der Verbreitung der Erkrankung beteiligt. Wenn Sie eine Heimkatze möchten, schriftlichen Vertrag mit ausdrücklichem Rückgaberecht machen und gleich am ersten Tag zur Blutprobe. Dabei untersuchen wir natürlich auch auf FIP und Leukose.

Gefahr für den Menschen?
Obwohl der Virus mit dem menschlichen HIV verwandt ist, gibt es keinerlei Hinweise auf eine Ansteckungsgefahr für andere Tierarten. Nach heutigem Wissensstand ist der Virus streng wirtsspezifisch, dh. kommt nur bei Katzen vor.


Katzenschnupfen
Der ansteckende Katzenschnupfen ist ein Sammelname für eine Gruppe von Erkrankungen der Atemwege, der Sehorgane und der Maulhöhle, ausgelöst durch bestimmte Erreger. Durch sekundäre Lungeninfekte hat er besonders bei Jungtieren eine hohe Sterblichkeitsrate. Durch die gute Impfmoral unserer Katzenbesitzer ist seine Bedeutung in den letzten Jahren stark zurückgegangen.
Die Erreger des Katzenschnupfens sind Calici-, Herpes- und andere Viren sowie Chlamydien, Mykoplasmen und verschiedene Bakterien. Häufig sind Mischinfekte, an denen mehrere dieser Erreger beteiligt sind. Die Erreger werden besonders dort verbreitet wo viele Katzen zusammenkommen oder -gehalten werden. Tierheime und Katzenausstellungen sind wahre Seuchenherde - nicht nur für Katzenschnupfen.

Die Ansteckung erfolgt direkt oder indirekt. Infizierte Katzen scheiden die Erreger in großer Zahl über Nasen- und Augensekret sowie über den Speichel aus. Die klinische Genesung bedeutet auch nicht automatisch das Ende der Virusausscheidung. Ein Teil der Katzen wird auch nach einer scheinbaren Abheilung weiterhin Virus ausscheiden und damit empfängliche Tiere gefährden.Gesunde Katzen werden über den direkten Kontakt mit einem infizierten Tier beim Beschnuppern und gegenseitigem Belecken oder durch beim Niesen versprühte Tröpfchen angesteckt. Die Infektion kann aber auch durch gemeinsam benutzte Gegenstände wie Eß- und Trinknäpfe erfolgen. Der Tierhalter schleppt die Erreger in der Regel mit den Schuhen ein.

Bis zu den ersten Symptomen dauert es beim empfänglichen Tier nach der Ansteckung 1 bis 5 Tage . Die Katzen werden träge und matt. Sie haben Fieber und müssen häufig niesen. Der Appetit fehlt, da sie geschwächt sind und durch die Nasenentzündung den Geruch der Mahlzeit schlecht wahrnehmen können. Die Lymphknoten im Bereich des Kopfes und die Mandeln können anschwellen. Die Entzündung der Mundschleimhaut in Verbindung mit Schluckbeschwerden bewirkt manchmal, daß Speichel in großer Menge aus dem Mund läuft. Mit der Zeit kann der Augen- und Nasenausfluß durch die Beteiligung von Bakterien eitrig- trüb werden. Die Sekrete werden so zäh, daß die geschwächte Katze sie nicht mehr selbst durch Putzen beseitigen kann. Durch den Krankheitsstress können Haare vermehrt ausfallen und das dritte Augenlid (die sogenannte Nickhaut) das Auge teilweise abdecken. Je nach Abwehrkraft der Katze, Umweltbedingungen und Art des Erregers können schwerwiegende Komplikationen wie Lungenentzündung oder Geschwüre der Mundschleimhaut und der Hornhaut (Kornea) des Auges auftreten. Besonders betroffen sind junge und abwehrgeschwächte Katzen. In einer Katzengemeinschaft können in kürzester Zeit alle Tiere erkranken. Nach Ausheilung bleibt bei Jungtieren oft eine Verwachsung der Augenlider zurück.

Die Diagnose "Katzenschnupfen" läßt sich in schweren Fällen aufgrund des Niesens, des Nasen- und Augenausflusses meist schon klinisch stellen. Der direkte Erregernachweis ist nur aufwendig im Labor möglicht.

Noch gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten, mit welchen die Virusvermehrung gezielt unterbunden werden könnte. Die tierärztlichen Massnahmen sind deshalb hauptsächlich symptomatisch. Bei eitrigem Nasenausfluß werden die bakteriellen Sekundärinfektionen durch Antibiotika bekämpft. Die Sekretreste an Augen, Nase und Mund werden mit körperwarmem Wasser abgewaschen. Hat der Patient Schwierigkeiten, Wasser aufzunehmen muss mit dem Fläschchen oder notfalls per Infusion einer Austrocknung gegengesteuert werden. Bei entzündlichen Veränderungen des Zahnfleisches und der Zunge ist den Tieren breiiges Futter anzubieten, das ohne kauen geschluckt werden kann. Wichtig ist auch das Raumklima im Krankenzimmer. Es darf nicht zu kalt und die Raumluft nicht zu trocken sein.
Seit Mitte der Siebziger Jahre stehen uns wirksame Impfstoffe gegen die Haupterreger Calici- und Herpesvirus zur Verfügung. Die Grundimmunisierung umfaßt zwei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen, wobei die erste Impfung nicht vor der achten Lebenswoche erfolgen sollte. Diese Impfung wird einmal jährlich wiederholt.



Feline Immunschwäche Virus

Ursache und Übertragung
Das Feline-ImmunschwächeVirus (FIV) ist verwandt mit dem AIDS-Virus (HIV) des Menschen. Eine mit dem FIV infizierte Katze stellt jedoch keine Gefahr für den Menschen dar!

Die Übertragung von Katze zu Katze findet in erster Linie über Bisse statt. Wenn eine weibliche Katze während der Trächtigkeit angesteckt wird, kann es auch zu einer Übertragung auf die Jungtiere über die Plazenta während der Schwangerschaft oder über die Milch während der Stillzeit kommen. Die Übertragung durch den Deckakt ist wahrscheinlich aber noch nicht abschließend geklärt. Katzen sind am meisten gefährdet, die mit vielen anderen Katzen zusammen verkehren und häufig in Kämpfe verwickelt sind. Daher kommt die FIV-Infektion bei Katzen mit freiem Auslauf besonders häufig vor. Nach der Ansteckung vergehen oft viele Jahre bis die Erkrankung ausbricht.

Krankheitsanzeichen
Im Körper der Katze befällt das Virus das Lymphsystem und schwächt die Immunabwehr. Die Krankheitsanzeichen stehen häufig mit Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen sowie bakteriellen Infektionen von Haut, Harnblase und Atmungsapparat in Verbindung. Erkrankte Tiere haben häufig Durchfall oder leiden an zentralnervösen Störungen. Schließlich kann das erworbene Immunschwäche- Syndrom mit tumorösen Lymphknotenveränderungen und Nierenversagen einhergehen. Die Symptome können so vielgestaltig sein, daß eine Klärung der Krankheitsursache nur über einen. Bluttest mit Nachweis spezifischer Antikörper gegen das FIV gelingt, die bereits einige Wochen nach der Infektion vorhanden sind.

Vorbeugung und Behandlung
Leider gibt es bis heute keine Möglichkeit, durch eine gezielte Therapie das FIV aus dem Körper der Katze zu eliminieren. Die Behandlung beschränkt sich auf die Symptome und auf die Stärkung der Abwehrkraft. Die bei AIDS-kranken Menschen eingesetzten chemotherapeutischen Verfahren befinden sich für Katzen noch in Erprobung. Mit großer Sicherheit kann eine Infektion nur dann verhindert werden wenn eine Katze ausschließlich mit FIV-negativ getesteten Tieren zusammenlebt. Bei freilaufenden Katzen kann eine Ansteckung nicht verhindert, das Risiko aber durch Kastration und nächtliches Ausgangsverbot reduziert werden. Zur Zeit gibt es noch keinen Impfstoff gegen das FIV.

Toxoplasmose

Ursache und Übertragung
Die Katze spielt eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der Toxoplasmose. Der einzellige Parasit mit dem Namen Toxoplasma gondii befällt im Organismus der Katze zum einen Teil die Darmschleimhaut, und zum anderen bildet er kleine Bläschen in den Organen. Die mikroskopisch kleinen Parasiten scheiden über den Kot der Katze eiförmige Gebilde, die Oozysten aus. Sie sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Besonders im Kot junger Katzen, die gegen den Parasiten noch nicht immun sind, können die Parasiten millionenfach enthalten sein. Katzen können sich durch die Aufnahme solcher Oozysten anstecken: durch den Verzehr von Beutetieren, die den Parasiten als Zwischenwirt beherbergen, wie Z.B. Mäuse oder Vögel oder durch den Verzehr von rohem Fleisch.

Krankheitsanzeichen
Katzen erkranken nur sehr selten wirklich ernsthaft an der Toxoplasmose. Manchmal tritt nur ein leichter Durchfall auf. Durch Kotuntersuchungen können die mit dem Stuhl ausgeschiedenen Oozysten erkannt werden. Eine akute Erkrankung kann auch durch Blutuntersuchungen nachgewiesen werden. Die Behandlung erkrankter oder nur Oozysten ausscheidender Tiere ist möglich.

Vorbeugung und Behandlung
Um eine Ansteckung der in der Wohnung gehaltenen Katze zu verhindern, sollte kein rohes Fleisch gefuttert werden. Katzentoiletten sind täglich zu reinigen.

Die Bedeutung der Toxoplasasmose für den Menschen
Der Mensch steckt sich in erster Linie durch den Genuß von rohem Schweine- und Schaffleisch an, aber auch durch die Aufnahme von den mit dem Katzenkot ausgeschiedenen, nicht sichtbaren Oozysten, die sich besonders im Katzenklo aber auch an der Katze selbst sowie in der Wohnung verstreut befinden können. Die Infektion verläuft häufig ohne Krankheitsanzeichen oder nur mit milden Symptomen. Ernsthaft können abwehrgeschwächte Menschen erkranken. Eine besondere Gefahr besteht in der Infektion des ungeborenen Kindes, wenn die werdende Mutter bisher noch nie Kontakt mit dem' Krankheitserreger hatte und deswegen nicht immun ist. Eine Frau mit Kinderwunsch sollte deshalb bei Ihrem Gynäkologen testen lassen, ob sie ausreichend gegen diese Erkrankung geschätzt ist. Wenn durch die Blutuntersuchung gezeigt wird, daß zu wenig Schutzstoffe (Antikörper) vorhanden sind, sollte zunächst von der Anschaffung einer Katze Abstand genommen oder ein enger Kontakt zu Katzen vermieden werden. Zur Verhütung einer Toxoplasma-Infektion des Menschen werden folgend Vorbeugemaßnahmen empfohlen:


Unterbindung engen, unhygienischen Kontakts mit Katzen, insbesondere Jungtieren.
gründliches Händewaschen nach Manipulation mit rohem Fleisch, nach Gartenarbeiten, nach dem Umgang mit Katzen, nach spielen im Sandkasten, vor dem Essen; nichtimmune Schwangere sollten Gartenarbeiten unterlassen
gründliches Waschen von Fallobst und roh zu genießendem Gartengemüse vor dem Verzehr - tägliche Reinigung der Katzentoilette (nicht durch die schwangere Frau) . ggf. medikamentelle Behandlung der Oozyste ausscheidenden Hauskatzen

Da ist der Wurm drin......

Ursache und Übertragung
Es gibt verschiedene Arten von Würmern, die die Katze befallen können: Spul-, Haken- und Bandwürmer. Die erwachsenen Spul- und Hakenwürmer leben im Darm und geben Eier ab, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Die Eier sind so klein, daß sie mit bloßem Auge nicht erkannt werden können. Aus den Eiern der Spul- und Hakenwünner entwickeln sich Larven, die zum Beispiel durch die Aufnahme verunreinigten Futters aufgenommen werden können. Bei Bandwürmern sind auch rohes Fleisch, kleine erbeutete Nagetiere oder Flöhe wichtige Ansteckungsquellen. Nach dem versehentlichen Verschlucken von Spulwurmeiern durch den Menschen können sich im menschlichen Körper "wandemde Larven" entwickeln. Auch einige Bandwürmer der Katze einschließlich des Fuchsbandwurms, den die Katze auch beherbergen kann, können zum Teil sehr gefährliche Organschäden beim Menschen hervorrufen.

Krankheitsanzeichen
Bei starkem Befall können die wie Spaghettinudeln aussehenden Spulwürmer auch im Kot sichtbar sein oder erbrochen werden. Die ebenfalls im Darm lebenden erwachsenen Bandwürrner geben - je nach Art - entweder auch Eier oder ganze Glieder ab, die sich anfangs noch bewegen, später eintrocknen und dann wie Reiskörner aussehen.

Vorbeugung und Behandlung
10 Tips um Katzen und Menschen vor Wurmerkrankungen zu schützen:

Entwurmung der Katze: Man kann regelmäßig in bestimmten Abständen entwurmen. Dabei weiß man aber nie genau, ob die Intervalle zu kurz oder zu lang sind, außerdem kennt man die zu bekämpfenden Wurmarten nicht. Besser ist es, Kotproben in der tierärztlichen Praxis untersuchen zu lassen. Es kann sinnvoll sein, an drei aufeinanderfolgenden Tagen je eine haselnußgroße Kotmenge zu entnehmen und gemeinsam untersuchen zu lassen, weil die Eiausscheidung nicht täglich stattfinden muß. Mit bestimmten Methoden werden die Eier konzentriert und unter dem Mikroskop identifiziert. Auf diese Weise kann gegen die betreffenden Wurmarten gezielt und mit individuell abgestimmten Intervallen behandelt werden. Jede Wurmbehandlung ist nur gegen die bereits vorhandenen Würmer wirksam und hat keinen vorbeugenden Effekt. Bei freilaufenden Katzen, die die Gelegenheit haben, erbeutete Tiere zu verzehren, ist die Entwurmung mit einem speziellen Bandwurtnmittel auch ohne vorherige Kotuntersuchung in regelmäßigen Abständen empfehlenswert.
Täglich die Katzentoilette reinigen.
Regelmäßiges Wischen und Staubsaugen in der Wohnung sowie Waschen von Tüchern und Decken, auf denen die Katze liegt.
Abwaschen der Eß- und Trinknäpfe nach jeder Mahlzeit.
Kein rohes Fleisch füttern
Flöhe bekämpfen (Flöhe können Bandwürmer übertragen).
Von der Katze erbeutete Tiere (z.B. Mäuse) sofort wegnehmen.
Waschen der eigenen Hände, insbesondere vor dem Essen, nach dem Reinigen der Katzentoilette, nach der Gartenarbeit sowie bei Kindern auch nach dem Spielen im Sandkasten.
Der Katze kein Küßchen geben.
Fallobst, bodennahe Früchte sowie Gemüse aus dem Garten gründlich waschen.

Erkrankungen der Atemwege

Bei der leichteren Form bestehen zu Anfang erhöhte Temperatur und Mattigkeit. Niesen, Husten, Augen- und Nasenausfluss kommen hinzu. Die Krankheit ist für kleine Kätzchen lebensgefährlich. Bei der schweren Form steigt die Temperatur oft bis 40 Grad und darüber. Mund- und Rachenschleimhäute sind entzündet, Essen und Trinken ist dadurch behindert. Unbedingt: jährliche Impfung, jedenfalls bei Katzen, die ins Freie dürfen.

Stirnhöhlenentzündung ( Sinusitis )
Heilt ein eitriger Schnupfen nicht aus, schliesst sich gern eine Stirnhöhlenentzündung an. Die Sinusitis ist eine Entzündung der von der Nase her zugänglichen Nebenhöhlen mit meist einseitigem Nasenausfluss. Der Nasenausfluss kann dick-gelb und blutig sein oder eitrig-schleimig ( gelb-grün ) und riecht.

Mandelentzündung
( Tonsillitis )
Auch die Katze hat zwei Mandeln, die links und rechts im Rachen liegen. Sie sind die "Wachposten", die Krankheitskeime abfangen, die durch Mund und Nase eindringen. Eine Entzündung der Mandeln ist eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers.

Rachenentzündung
( Pharyngitis )
Weitet sich die Mandelentzündung durch eine virusbedingte Infektion aus, entsteht meist eine Rachenentzündung. Die Katze hat Schmerzen, würgt, hustet und speichelt. Die Schleimhaut glänzt rot und ist wässrig verdickt. Die Temperatur liegt meist etwas über 39,5 Grad und aus dem Rachen entströmt ein fauliger Geruch.

Kehlkopfkatarrh ( Laryngitis )
Sofern die Katze noch Miauen kann, ist der Kehlkopfkatarrh am veränderten Miauen hörbar ( rauh und heiser ). Hinzu kommen Schluckbeschwerden und Fieber ( ca. 40 Grad ). Dazu löst ein Druck auf dem Kehlkopf sofort Schmerzen und Husten aus. Ist eine Behandlung auf Dauer nicht erfolgreich, kann der Tierarzt die Katze nur noch in Narkose untersuchen. Erst dann kann festgestellt werden, ob Polypen vorliegen. Gutartige Neubildungen können geheilt werden, bösartige Krebsgeschwülste erkennt man an fauligem Geruch und sind nicht erfolgreich behandelbar.

Bronchitis ( Husten )
Eine Entzündung der Bronchialschleimhaut bezeichnet man mit Bronchitis. Sie kann durch Viren und Bakterien ausgelöst werden und verläuft mit Fieber ( 40 Grad ), Husten und beschleunigter Atmung. Wandert die Bronchitis in die Lunge, entwickelt sich eine Lungenentzündung ( Pneumonie ) mit hohem Fieber. Die Katze ist matt, apathisch, hustet und die Ausatmung ist besonders schmerzhaft. Eine verschleppte Bronchitis erkennt man am ständigem Husten und schleimigen Auswurf.
Brustfellentzündung ( Pleuritis )
Das Brustfell überzieht die Lungen und die Innenseite der Brustwand. Die Brustfellentzündung ist zu Anfang trocken, die Katze hat hohes Fieber, atmet kurz und heftig, der Husten ist trocken und schwach. Später bilden sich Entzündungsherde im Brustraum, die das Lungengewebe zusammen drücken. Atemnot ist die Folge. Hat sich erst einmal der Erguss gebildet - beim Abhören am Plätschergeräusch erkennbar - sind die Heilungschancen nicht sehr günstig. Der Tierarzt kann die Flüssigkeit absaugen und untersuchen lassen. ( Verdacht auf Tuberkolose )

Erkrankungen der Zähne

Erkrankungen der Zähne und Mundhöhle
Die ersten Milchzähne bekommt eine Katze im Alter von 2 bis 3 Wochen. Innerhalb von 6 Monaten wechselt das Gebiss und die 26 Milchzähne werden durch bleibende Zähne ersetzt. Spätestens im Alter von 12 Monaten hat die Katze 30 Zähne.
Der Verdauungsvorgang fängt in der Mundhöhle an. Bei Katzen kann eine Entzündung des Zahnfleischs oder der Mundhöhle ein Anzeichen einer anderen Erkrankung sein.

Zahnstein
Die Entstehung von Zahnstein hängt mit einer Störung des intermediären Stoffwechsels zusammen. Zahnstein bildet sich meist an den Aussenflächen der Zähne. Einen starken Befall von Zahnstein erkennt man unter anderem am Mundgeruch, der durch die Bakterien an den Kalkbelägen entsteht. Wird der Zahnstein nicht entfernt, kann es zu Entzündungen des Zahnfleischs und der Mundschleimhaut kommen.
Der Tierarzt kann unter leichter Narkose den Zahnstein problemlos entfernen.

Zahnfleischtaschen
Zahnfleischtaschen entstehen durch Zahnstein und sind ein Reservoir für Futterreste und Krankheitskeime. Sie verursachen Mundgeruch und können Schädigungen an anderen Organen ( Niere, Herz ) bewirken.

Zahnfleischentzündung ( Gingivitis )
Die Zahnfleischentzündung riecht und kann eine leicht blutende Schleimhaut aufweisen. Das entzündete Zahnfleisch ist geschwollen und die Katze speichelt vermehrt. Bleibt eine Zahnfleischentzündung unbehandelt, folgt eine Mundschleimhautentzündung.

Mundschleimhautentzündung
( Stomatitis )
Breitet sich die Zahnfleischentzündung aus, spricht man von einer Mundschleimhautentzündung. Der Mundwinkel ist wund, der Geruch faulig, es fliesst reichlich Speichel ( teilweise blutig ) und der Zungenrand ist rot, geschwürig und geschwollen. Es tut nicht nur jeder Bissen beim Kauen weh, sondern auch das Schlucken ist äussert schmerzhaft. Der Katze ist es unmöglich, Futter aufzunehmen oder zu Trinken. Oftmals ist diese Entzündung ein Anzeichen dafür, dass die Katze an Katzenseuche erkrankt ist.

Pseudowut

Diese Erkrankung wird durch ein Herpesvirus hervorgerufen, das sehr ähnlich dem Herpes-Virus des Menschen ist und verläuft sehr akut. Der Mensch ist gegen diesen Virus jedoch resistent.

Man verhindert die Erkrankung, indem man an die Tiere kein Schweinefleisch verfüttert und einen Kontakt von Katze und Schwein vermeidet. Bei Freigängern besteht eine Infektionsgefahr, wenn die Katze Ratten als Beutetiere jagt, sie frißt oder Bißverletzungen davonträgt. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 9 Tage.

Symptome
Wesensänderung
Müdigkeit
Neigung zum Verstecken
Appetitlosigkeit
Schluckbeschwerden
Lähmung der Kaumuskulatur
Zuckungen von Kopf und Gesichtsmuskeln
bei jungen Katzen Erbrechen
In der Regel tritt der Tod schon am ersten oder zweiten Tag nach Einsetzen der Symptome ein.

Die Diagnose läßt sich nur am toten Tier abklären. Das klinische Bild ähnelt der Tollwut, verläuft aber schneller und ruft keine Lähmungserscheinungen der Gliedmaßen hervor.
Eine Behandlung der Erkrankung gibt es nicht, sie verläuft immer tödlich.

Allgemeines zu Hautparasiten/Hautkrankheiten

Hautkrankheiten kommen bei einer Wohnungskatze nicht so häufig vor, wie bei einer freilaufenden Katzen. Durch eine ausreichende Hygiene kannst Du bestimmten Erkrankungen Deiner Katze vorbeugen. Sollte es dennoch der Fall sein, dass Deine Katze an einem Hautparasit/ einer Hauterkrankung leidet, so suche sofort einen Tierarzt auf. So kannst Du auf jeden Fall schnellstmöglich die nötigen Schritte/die Behandlung einleiten.



Der Katzenfloh
Er ist einer der bekanntesten Hautparasiten der Katze. Besonders aktiv ist er in der warmen Jahreszeit. Seine Eier legt er in staubigen Ritzen, Ecken und im Lager der Katze ab. Das Blut der Katze ist seine Nahrung. Die Nahrungsaufnahme erfolgt stechend-saugend. Notfalls wechselt er auch auf den Menschen über. Der Katzenfloh gilt als Zwischenwirt verschiedener Bandwurmarten. Im Grunde hat jeder Warmblütler seinen eigenen Floh. Auf der Suche nach Nahrung kann die spezifische Flohart eines Tieres aber auch auf andere Tiere übergehen. Insgesamt gibt es etwa 1500 Floharten, wovon 80 in Europa leben.

Symptome
Häufiges Scharren und Kratzen, Fellschütteln und Fellzuckungen. Gelegentlich kleine Knötchen in der Haut.

Therapie
Wirksam ist Flohpuder, das in allen Apotheken und ärztlichen Hausapotheken erhältlich ist. Es gibt aber auch ein Injektionsmittel, das zwar nicht direkt für diesen Zweck entwickelt wurde, aber gegen alle Parasiten hilft. Frage Deinen Tierarzt. Prophylaktisch solltest Du durch Desinfektion gute hygienische Verhältnisse schaffen. Empfehlenswert ist hier auch ein Katzenhalsband und ein Dampfreiniger, der nicht nur der Katze gegen Flöhe hilft, sondern auch die Hausmilbe tötet. Weitere Informationen unter Pflege/Medizin.

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Die Zecke
Sie kennt jeder Katzenfreund. Ähnlich wie der Floh, lebt auch sie vom Blut ihres Opfers. Häufig tritt sie in den Spätsommermonaten auf. Die Zecke sitzt auf Sträuchern und Gräsern und wird durch die Wärmeausstrahlung vorbeistreifender Tiere angezogen. Sie lässt sich in das Fell der Katze fallen oder kriecht dorthin. Mit den Beißwerkzeugen bohrt sie sich in die Haut.

Symptome
 Wie beim Flohbefall. Stirbt eine Zecke in der Haut ab, kommt es zu schweren Entzündungen.

Therapie
Entfernen der Zecke. Dazu gebe einen Tropfen Öl auf die Zecke und lasse ihn bis zu einer Stunde einwirken. Danach fasse die Zecke weit vorne am Kopfansatz und ziehe sie mit einem Ruck aus der Haut. Darauf achten, dass der Kopf nicht stecken bleibt, da es sonst zu Entzündungen kommen kann. Prophylaktisch wirkt ein Ungezieferhalsband recht gut. Auch Puder ist geeignet. Puder und Halsband erhältst Du bei Deinem Tierarzt. Besser noch ist es, sich eine Zeckenzange beim Tierarzt oder im Fachhandel zu kaufen und sie immer parat zu haben. Damit ist es sehr simpel, die Zecke vernünftig zu entfernen. Die Kosten liegen bei ca. 3-5 Euro.

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Die Herbstgrasmilbe
Dieser Parasit befällt das Kätzchen an den weichen Hautstellen des Körpers. Bevorzugt werden die Zwischenzehenräume, der Unterbauch und das Gesicht. Die Milben haben eine rötliche Farbe und sind in der abgeschabten Haut zu finden. Gelegentlich bilden sich an den befallenen Stellen kleine Flecken.

Symptome
Kratzen und Scharren, Fellschütteln, häufiges Kratzen am Ohr.

Therapie
Speziell dafür vorgesehenes Puder. Einschäumen mit Pedixolseife. Der Schaum muss trocknen können und die Katze darf ihn unter keinen Umständen ablecken. Einreibungen mit anderen Spezialmitteln. Befrage auf jeden Fall den Tierarzt.


Die Raubmilbe
Von diesem Parasit wird unsere Katze seltener befallen. Es gibt verschiedene Raubmilbenarten. Sie legen ihre Eier an den Haarwurzeln ab und ernähren sich von den Schuppen. Übertragen werden sie von Hunden und Kaninchen. Der Mensch kann auch befallen werden.

Symptome
Mäßiger Juckreiz und eine große Anzahl von Schuppen. Die Milben sind auf einer hellen Unterlage relativ gut zu sehen.

Therapie
Behandlung mit speziellem Puder und speziellem Waschmittel. Auf jeden Fall den Arzt befragen!

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Madenfraß
 
Symptome
Die Katze stinkt und stellt sehr bald die Nahrungsaufnahme ein. In schwierigen Fällen kann rasch der Tod eintreten.

Ursachen
An Verklebungen und Absonderungen unzugänglicher Körperstellen (Aftergegend usw.) legen Fliegen ihre Eier ab. Die Maden schlüpfen und fressen an der Katze. Da das Kätzchen diese Stellen nicht putzen kann, kommt es bald zu größeren Gesundheitsschäden. Heimgesucht werden vor allem ungepflegte und schwache Katzen.

Behandlung
Die Haare an den betreffenden Stellen müssen entfernt werden. Die Larven werden abgenommen und vernichtet. Das Tier muss dem Tierarzt vorgestellt werden, der die Wunde ausschneidet, damit keine weitere Infektion entstehen kann. Nach dem operativen Eingriff erfolgt die Wunddesinfektion. Danach eine peinlich genaue Pflege durch den Katzenhalter nach Anweisung des Arztes.

Folgeschäden
Da die Maden Gift absondern, erfolgt in kurzer Zeit eine Wundinfektion mit raschem Tod. Nach erfolgreicher Behandlung können noch verschiedene Organe durch die Gifteinwirkung eine Zeitlang geschädigt sein.

Ernährung
Nach Anweisung des Arztes.


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Haarbruch 


Symptome
Gebrochenes, schütteres Haar in der Rückengegend.

Ursachen
Mangelnde Fellpflege und besondere Beanspruchung bei herumstreunenden Katzen. Ernährungsstörungen.

Behandlung
Futterumstellung und Vitamingaben.

Ernährung
Nach Maßgabe des Arztes. 

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Haarverfilzungen

Symptome
Büschelweise zusammenhängendes Haar. Struppiges Fell.

Ursachen
Mangelnde Fellpflege.

Behandlung
Herausschneiden der Verfilzungen, gelegentliche Haarwäsche und tägliche Haarpflege.

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Ekzem

Symptome
Entzündung, die flächenhaft ausgebildet ist. Juckreiz; die Katze kratzt oder leckt sich häufig.

Ursachen
Mangelnde Pflege, Parasitenbefall, Verletzungen durch Scharren und Kratzen. Falsche Ernährung, Diabetes, Leber-, Magen- und Nierenleiden, Stoffwechselstörungen.

Formen
Akutes Ekzem (linsengroße rötliche Gebilde mit Bläschen, Juckreiz). Chronisches Ekzem (Schwellungen in der Kehlgegend, an der Halspartie, Rückenpartie und Lendengegend mit mäßigem Juckreiz).

Behandlung
Abscheren der Haare, damit Luft und Sonne heilend auf die Haut wirken können. Auslauf an der frischen Luft verschaffen. Behandlung der inneren Störungen. Reinigen der Ekzemkruste mit dreiprozentiger Wasserstoffperoxidlösung. Auftragen eines Brandliniments nach Maßangabe des Arztes. Halskragen anlegen.

Folgeschäden
Narben, Fellausdünnungen für längere Zeit.

Ernährung
In Absprache mit dem Arzt.

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Chronische Entzündung

Vorkommen
An der Mundschleimhaut, den Lippen, der Bauchhaut und an den Extremitäten.

Ursachen
Unhygienische Haltung, verschmutzte Umwelt, chemische Umwelteinflüsse, ständige kleinere Verletzungen.

Symptome
Starke Rötung mit einhergehender Schwellung, die Entzündungsstelle hat erhöhte Temperatur, gelegentlich blutet der Entzündungsherd und es kommt zu Eiterungen.

Behandlung
Schaffung hygienischer Verhältnisse und Sauberhalten der Umwelt. Fachgerechte Versorgung von Wunden und tägliche Pflege.

Ernährung
Vollwertig, mit Vitamin- und Mineralgaben. 

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Abszesse

Symptome
Es bilden sich Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen) in der Haut, die schmerzhaft sein können. Meistens weisen die betroffenen Stellen eine erhöhte Temperatur auf. Das Allgemeinbefinden der Katze ist stark herabgesetzt. Das Tier ist matt und reduziert die Nahrungsaufnahme. Später entstehen an den betroffenen Hautstellen eitrige Höhlen.

Ursachen
Beiß-, Kratz- und andere Wunden, die durch krankmachende Keime infiziert werden.

Therapie
Abszessreife abwarten. Danach erfolgt die chirurgische Eröffnung, Desinfektion und Wundversorgung. Nur der Arzt darf einen Abszess behandeln.

Folgeschäden
Narben und ausgedünnte Haarstellen, die sich jedoch im Laufe der Zeit regenerieren.

Ernährung
Nach Ratschlag des Arztes.

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Fettschwanz
Er entsteht durch zu starke Talgproduktion. Meistens wird die Oberseite des Schwanzes durchfettet. Langhaarkatzen sind besonders gefährdet. Vermeiden kann man den Fettschwanz durch die tägliche Fellpflege.

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Warzen

Symptome
Es entstehen grießkorngroße Erhebungen (Papeln) auf der Haut, die porös sein können. Oft ist der Kopf betroffen. Die Warzen können auch in Gruppen auftauchen.

Ursachen
Virusinfektion.

Behandlung
Wegätzen oder Wegbrennen durch den Tierarzt. 

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Geschwülste

Symptome
Mehr oder weniger große Erhebungen auf der Haut, die durch Druck schmerzen können. Befallen kann jeder Körperteil der Katze sein. Die Geschwülste können festsitzen oder auch unter der Haut verschiebbar sein.

Ursachen
Wundinfektionen, innerer Infekt.

Behandlung
Operative Entfernung und Medikamentengabe durch den Arzt.

Folgeschäden
Organbeeinträchtigungen.

Ernährung
Nach Angaben des Arztes. 

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autpilzerkrankungen

Verursacher sind Hautpilze der Gattung Microsporum und Trichophyton. Microsporum canis ist mit großem Abstand der häufigste Erreger einer Hautpilzerkrankung bei der Katze. Die Übertragung erfolgt vorwiegend direkt von Katze zu Katze. Die überall in der Wohnung verteilten Pilzsporen sind sehr widerstandsfähig und bleiben in der Umwelt lange Zeit ansteckungsfähig. Deshalb kann die Pilzerkrankung auch durch die Hände, durch Kleider und Schuhe des Menschen, durch Transportkäfige, Bürsten und andere Gegenstände übertragen werden. Besondere Gefahren gehen von der Zusammenkunft vieler Katzen aus verschiedenen Haushalten in Tierhandlungen, Katzenpensionen und Tierheimen sowie auf Katzenausstellungen aus.

Krankheitsanzeichen
Von der Zeit der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Haut- und Haarveränderungen verstreichen mind. l bis 2 Wochen. Oft entstehen runde oder ovale, teilweise zusammenfließende haarlose Bezirke. Die Haut ist an diesen Stellen häufig verdickt, und am Rand ist eine wallartige Erhöhung erkennbar. Die Haare brechen oft wenige Millimeter über der Hautoberfläche ab. Manchmal sind Schuppen und Krusten vorhanden. Der Juckreiz fehlt am Anfang meistens, kann aber später bei Verschlimmerung der Entzündung auftreten. Bei einigen Katzen sind die Befunde nicht so auffällig, sie haben nur ein stumpfes Fell mit teilweise vermehrter Schuppenbildung. Manche Katzen sind ganz ohne sichtbare Haut- und Haarveränderungen mit Pilzen besiedelt. Sie haben für die Übertragung eine besondere Bedeutung.

Vorbeugung und Behandlung
Weil z.B. Milbenbefall ganz ähnliche Symptome hervorrufen kann, stellen die Tierärztin oder der Tierarzt die Diagnose nicht nur aufgrund der bloßen Krankheitsanzeichen. Häufig sind Zusatzuntersuchungen, wie z.B. die Betrachtung mit einer UV-Licht-Lampe erforderlich. Sicherheit kann ein sogenanntes Hautgeschabsel bringen, bei dem mit einer Klinge Hautschuppen, Haare und Krusten abgenommen werden. Diese Probe wird dann für die mikroskopische Beurteilung und zur Anzüchtung der Pilze auf einem speziellen Nährmedium verwendet. Leider dauert es manchmal einige Wochen bis das endgültige Laborergebnis vorliegt. Bei hochgradigem Pilzbefall müssen langhaarige Katzen geschoren und mehrere Wochen mit Tabletten und mit pilztötenden Lösungen behandelt werden. In der Wohnung müssen wenigstens alle Bereiche in und um die Lieblingsplätze der Katze sowie alle Spiel- und Pflegegerätschaften mehrmals gereinigt und desinfiziert werden. Alle tierärztlichen Anweisungen sollten gewissenhaft durchgeführt werden - es handelt sich um eine hochansteckende Krankheit, die auch auf den Menschen übertragbar ist!

Erkrankungen der Augen
Schwerwiegende Augenerkrankungen kommen bei Katzen selten vor. Was jedoch immer wieder vorkommt, sind Verletzungen durch Kämpfe mit anderen Artgenossen.

Nickhaut
Die Katze hat ein drittes Augenlid - die Nickhaut. Sie dient zum Schutz des Augapfels und bedeckt fast die ganze Oberfläche wie eine Membran. Fällt die Nickhaut vor ( Lähmung ), zeigt sie eine Krankheit an.

Bindehaut
Die Lidbindehaut ist, wenn sie gesund ist, nicht sichtbar. Ein Bindehautkatarrh ( Konjunktivitis ) entsteht, wenn Staub oder Pollen in das Auge gelangen, aber auch Zugluft ist eine Gefahr. Dadurch wird die Schleimhaut geschädigt und Bakterien entwickeln sich - es gibt eine Entzündung. Auch kann ein Fremdkörper die Ursache sein.

Tränenkanal
Durch den Tränenkanal laufen die Tränen vom inneren Augenwinkel in die Nase. Ist der Tränenkanal verstopft, laufen die Tränen aussen entlang der Nase und hinterlassen eine sichtbare braune Spur. Ursache einer Verstopfung können sein: eine Lähmung der Nickhaut, ein Staubkorn oder eine Verwachsung.

Hornhautentzündung ( Keratitis )
Die Hornhaut ( der durchsichtige vordere Teil des Augapfels ) kann im Freien durch Gräser oder Sträucher verletzt werden. Ebenso kann die Ursache ein Kampf, eine schwere Bindehautentzündung, eine Herpes-Virus-Infektion oder Vitamin-A-Mangel sein. Die Hornhaut sieht blau-weiss und wolkig getrübt aus. Zudem können sich Hornhautgeschwüre bilden. Die Katze sieht dadurch kaum noch etwas und verkriecht sich ins Dunkle.

Glaukom
Der Augapfel nimmt durch die Drucksteigerung im Augapfel an Grösse zu. Nimmt der Augendruck ständig zu, wird die Katze früher oder später erblinden. Das Glaukom kommt bei Katzen selten vor.
Star ( Katarakt )
Auch Katzenaugen sind für den Star anfällig. Den Star erkennt man an seine Linsentrübung, da sich die Linse weiss oder grau verfärbt. Meistens gehört er zu den Alterskrankheiten ( ca. 10. Lebensjahr ). Tritt er in frühen Jahren ein, so liegt die Ursache oft an der Ernährung.

 

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